Pressearchiv 2016

Auf dieser Seite finden Sie Pressemitteilungen aus dem Jahr 2016.

 

 

Einladung zum Filmabend

Wir möchten Sie auf den Filmabend am Freitag 25.11.2016 um 19:30 Uhr 
im Katholischen Gemeindehaus, Enzstr. 14 aufmerksam machen. 
„Wir wollen nur in Frieden leben“ ist ein Film über Flüchtlinge und ihre Lebenssituationen. Herzliche Einladung – der Eintritt ist frei.

 

 

 

Aus der Arbeit des Netzwerks Asyl 

Was macht das Netzwerk Asyl denn so? Könnte sich mancher Interessierte fragen. 

Das ist keine feste abgeschlossene Einrichtung. Ehrenamtliche Straubenhardter Bürgerinnen und Bürger, die sich in sehr verschiedenen Bereichen um Flüchtlinge kümmern, treffen sich im losen Verbund. Die Tätigkeiten sind dabei so verschieden wie die Lebenssituationen. Ein Kernstück ist dabei natürlich das Erlernen der Sprache. Das haben wir schon ausführlich betrachtet. Es geht um Wohnraum und Einrichtungen. Vielfältige Möbelspenden erreichen uns und werden weitergegeben. Es geht um Arbeit. Firmen können Arbeitskräfte einstellen wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Es geht um Mobilität. Auch Fahrräder werden gespendet, müssen gerichtet werden und werden gegen einen Kostenbeitrag weitergegeben. Es geht um die Begleitung der Schulkinder. Elternabende sind für uns selbstverständlich. Hier muss Vermittelt werden wenn die Flüchtlingsfamilie so etwas nicht kennt. 
Und das sind nur wenige Bereiche wo jeder von uns tätig werden kann. 
Gerne sind sie dazu aufgerufen mit zu machen.

Schritt für Schritt zur Integration

Das Netzwerk Asyl Straubenhardt arbeitet gemeinsam mit anderen Akteuren Schritt für Schritt für die Integration der Geflüchteten. Als „schwäbische Syrer“ wurden beim Rouladenfest der Freiwilligen Feuerwehr Conweiler die beiden Buben bezeichnet, die als gute Hausnachbarn der Feuerwehr tatkräftig bei der Bedienung mithalfen. 
Im Moment beschäftigt Verwaltung und Ehrenamtliche neben dem Thema Arbeit vor allem der Bereich Wohnung. Mittlerweile kennen wir einige Flüchtlinge, die gut integriert sind und gerne in Straubenhardt leben wollen. Da einige Wohnungen in Straubenhardt aus unterschiedlichen Gründen leer stehen, fragt das Netzwerk Asyl an dieser Stelle an, ob wir eine/n Wohnungsgeberin mit weitem Herz finden, um einer Familie oder einer Einzelperson ein Dach über den Kopf und eine eigene abschließbare Wohnungstür zu geben. Weitere Termine: Am 24.11. ist wieder Asylcafé in der Daimlerstr. 11, am 25.11. zeigt der Filmemacher Stephan Faller in St. Elisabeth exklusiv den Dokumentarfilm „Wir wollen nur in Frieden leben!", in dem auch Geflüchtete aus Straubenhardt zu Wort kommen.

Asylcafé im Oktober

Traditionell am letzten Donnerstag im Monat trafen wir uns in der Daimlerstr. zum Asylcafe. Bei gespendeten Laugenstücken und Bretzeln – Herzlichen Dank an das Katz Café in Conweiler – und Geflügel-Würstchen hatten wir eine gute fast ausgelassene Stimmung im Raum. Der Nachtisch wurde von den Asylleuten und den Ehrenamtlichen beigestellt. 
Für die Kinder gab es Bastelarbeiten. Die Erwachsenen hatten untereinander Kontakt und haben manches Besprochen, sich informiert und Ausgetauscht. 
Für die Mithilfe zur Turner Bundesliga Veranstaltung des KTV wurden freiwillige Helfer gesucht und auch gefunden. So ergibt sich ein fruchtbares Miteinander, welches eine gute Basis für das gesellschaftliche Zusammenleben der verschiedenen Kulturen.

Absprachen wegen einer gespendeten Küche, Fahrradspenden und Reparaturen, Möbel Spenden, Kleiderausstattungen fanden in den vielfältigen Gesprächsgruppen Zeit und Raum. Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die uns bei der Durchführung des Asylcafés unterstützt haben.

Aller Anfang ist schwer

Erinnern sie sich noch wie es war als Sie die ersten Buchstaben geübt haben, vielleicht auch mit ihnen Kindern oder Enkeln. Ich weiß es noch ganz genau, die erste Hausaufgabe war eine Seite mit i schreiben. Auch wenn die Flüchtlinge in einer anderen Sprache schon geschrieben haben ist es doch schwer umzulernen und von links oben nach rechts unten zu schreiben. Das jedenfalls wird im Unterricht geübt. Jeder Buchstabe Groß und Klein und die Zahlen dazu. Aber es macht ja auch Spaß wenn sich dann der Erfolg einstellt und eine einigermaßen lesbare Schreibarbeit dabei herauskommt.

Die F-Gruppe ist da schon weiter. Hier geht es schon ums deklinieren. Aber auch das birgt ja seine Tücken, wie wir wissen. Für den Unterricht steht uns eine breite Auswahl an Material zur Verfügung. Eine Basis Organisation stellt sicher, dass die sich abwechselnden Lehrkräfte wissen, an welchem Tag jemand gebraucht wird und was an der anderen Tagen an Unterrichtsstoff dran war. Haben sie auch mal Interesse zu Unterrichten? Sprechen sie uns an.

Am heutigen Donnerstag ist, wie jeden letzten Donnerstag im Monat Asylcafe. Eine gute Gelegenheit die Arbeit von Netzwerk Asyl in Straubenhardt kennen zu lernen.

Die Sprachkurse beginnen

Das zentrale Element einer Integration ist das Erlernen der Sprache. Deshalb bietet das Netzwerk Asyl schon seit Jahren immer wieder Sprachkurse an. Seit Dienstag letzter Woche beginnen deshalb nach der Sommerpause die neuen Kurse. In der Vorbereitung mussten wir dabei neue Räume suchen, die den Anforderungen eines geregelten Unterrichts gerecht werden können. Dankbar haben wir das dabei das Angebot von Pentair angenommen, die uns eine Unterrichtsmöglichkeit in ihren Räumen angeboten hat. Am ersten Schultag wurden wir vom Geschäftsführer, Herrn Grimm begrüßt. 

Die Voraussetzungen unserer Schüler sind sehr unterschiedlich. Manche müssen erst lernen, wie unsere Buchstaben geschrieben werden. Für diese Schüler wird der A-Kurs, der Analphabeten Kurs, angeboten. Andere sind schon weiter, teilweise auch weil sie im letzten Schuljahr schon begonnen hatten. Für diese Schüler gibt es die F-Kurse.

Unsere Lehrkräfte, sind allesamt Ehrenamtlich aktiv. Viele ehemalige Lehrer und Lehrerinnen sind dabei, die ihr reichhaltiges Wissen nun in die Kursgestaltung einbringen. Aber auch einige Aktive haben wir gewinnen können, die seither in andern Berufen tätig waren und nun beim Netzwerk den Sprachkurs gestalten. 
Ein an geeignetem Lehrmaterial orientiertes Unterrichtskonzept ermöglicht diese Arbeit. Über die vielen weiteren Dinge, die für unsere Sprachkurse wichtig sind, berichten wir in den kommenden Wochen an dieser Stelle. 

Begegnung schenkt Sicherheit

Die neuesten Entwicklungen im Fall des geplanten Terroranschlags durch einen syrischen Flüchtling in Chemnitz und Leipzig, der Anfang 2015 Zuflucht in Deutschland gesucht hat, bewegt die Ehrenamtlichen im Netzwerk Asyl und die Flüchtlinge vor Ort. Erleichtert nehmen wir vor Ort wahr, dass der Tatverdächtigte durch eine mutige Tat mehrerer Landsmänner gefasst werden konnte. Auch beim Thema innere Sicherheit, ist Begegnung und Nähe und die Einbeziehung und Aktivierung der Flüchtlinge wichtig. Es war ein schmerzhafter Lernprozess für die Flüchtlingshelfer einzusehen, dass wie überall auch die Asylbewerber nicht nur aus herzensguten Menschen bestehen. Und doch wäre es grundfalsch, alle Flüchtlinge über einen Kamm zu scheren. In vielen Einzelbegegnungen gelingt es vor Ort, Grenzen zu überwinden, Perspektiven zu eröffnen und Vertrauen zueinander aufzubauen. 

Einheimische und Flüchtlinge wollen in überwältigender Zahl in Ruhe, Frieden und Sicherheit leben, gemeinsam bilden wir eine friedliche Allianz gegenüber den gewaltbereiten und hasserfüllten Chaoten aus allen extremistischen Richtungen, denn „unseren Hass bekommt ihr nicht“.  

Asylcafé in der Daimlerstraße

Seit November 2013 findet das Asylcafé am letzten Donnerstag im Monat statt. Für die rund 140 Flüchtlinge in Straubenhardt und für interessierte Einheimische und Ehrenamtliche ist das Asylcafé ein lebendiger Ort der Begegnung. Das Asylcafé - Team Sieglinde Lüthin und Julia Evers organisierte zum ersten Mal eine Begegnung in den Räumlichkeiten der Asylbewerber in der Daimlerstraße 11. Bisher waren Vereine und Kirchengemeinden Gastgeber des Asylcafés. Mit dem neuen Ort sollen die Flüchtlinge mehr und mehr in die Flüchtlingsarbeit einbezogen werden, entsprechend interkulturell war auch das reichhaltige Buffet.

Beim Asylcafé wurden die einzelnen Arbeitsbereiche des Netzwerks Asyl vorgestellt. Besonders interessiert wurde aufgenommen, dass ab dem 11.10.2016 wieder ein ehrenamtlicher Deutschkurs starten wird.

„Friedhof Mittelmeer“ eine Konfi-Ausstellung

Während sich die Europäischen Staaten immer schärfer gegenüber Flüchtlinge abschotten, steigt die Zahl der Ertrunkenen im Mittelmeer so stark wie noch nie. Im Jahr 2016 sind bereits über 3000 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ertrunken. Jeder 84. Bootsflüchtling kommt in der Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft ums Leben. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Conweiler beschäftigten sich in ihrem Sommerprojekt neben dem Bau ihres Segelbootes mit dem Schicksal der Toten im Mittelmeer. In einer Ausstellung machten sie auf das Leid im Mittelmeer deutlich. In einem alten Holzboot türmen sich 50 Schwimmwesten, Bilder von Bootsflüchtlingen werden gezeigt, am Gemeindehaus ist ein großes Plakat mit einem Brief der Bürgermeisterin von Lampedusa zu sehen, in diesem Brief schreibt Giusi Nicolini bereits im Jahr 2012: „Wie groß muss der Friedhof auf meiner Insel noch werden? Ich bin über die Gleichgültigkeit entrüstet, die alle angesteckt zu haben scheint“. 

Auf dem Boot stehen die Worte „Frieden für Syrien“, gleichzeitig ist auf einer Rettungsfolie der Gebetsruf „Herr erbarme Dich“ aufgemalt. Es bleibt die Hoffnung, der Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass Mitmenschlichkeit und Frieden in dieser Welt am Leben bleibt und wieder die Überhand gewinnt. 
Das Segelboot – Projekt und die Ausstellung wurden mit Mitteln aus dem Jugendfonds Enzkreis gefördert. 

Die Ferien sind zu Ende

Nicht nur ins Gymnasium, auch in alle anderen Straubenhardter Schulen sind Kinder aus den Asyl-Unterkünften eingeschult worden. Wir hatten fünf Erstklässler in den verschiedenen Schulen, sechs Kinder aus der Daimlerstr. für die Klassen 2-4 und auch einige die nun in die Werkrealschule in Straubenhardt gehen. Die komplette Anmeldung wurde vom Netzwerk Asyl in enger Zusammenarbeit mit den Schulen geleistet.
Einschulung
Es macht Freude zu sehen, wie schnell Kinder dabei die Sprache lernen und mindestens im Sprechen rasch vorankommen, auch wenn es beim Schriftlichen noch ein wenig holperig voran geht. In den letzten Wochen kauften die Kinder und Eltern gemeinsam mit den Ehrenamtlichen vom Netzwerk Asyl Schulmaterial ein, so dass auch hier die optimalen Voraussetzungen für den erfolgreichen Schulbesuch geschaffen wurden. Ein Tag vor der Einschulungsfeier fand sich über die Whatsapp- Gruppe auf die Schnelle auch eine Schultüte aus früherer Zeit. Bei einem eigens anberaumten Termin in der Asylunterkunft Daimlerstraße wurden über fünfzig Schulbücher eingebunden. Herzlichen Dank allen Aktiven für diese Aktion. Nach wie vor werden ehrenamtliche Integrationspatinnen und Integrationspaten aus der Gemeinde gesucht, die sich als Ansprechpartner um eine Familie oder auch um Einzelpersonen kümmern. Gerne können sie sich bei uns melden, wenn sie diese segensreiche Aufgabe näher interessiert.

Sommerfest

Am vergangenen Samstag feierten die Flüchtlinge aus Straubenhardt gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen und auch Nachbarn ein gelungenes Sommerfest in der Unterkunft in der Daimlerstraße. Schon den ganzen Tag über bereiteten die Familien typische Gerichte aus ihrer Heimat zu. Daraus wurde bis zum Abend ein wunderbares, abwechslungsreiches internationales Buffet gezaubert.

Ca. 120 Bewohner und Gäste feierten bis spät in den Abend mit Musik, Tanz und viel Spaß. Manch einer wunderte sich, wie selbst die Frauen, die normalerweise eher still und schüchtern wirken, zu Musik aus ihrer Heimat ausgelassen feiern können und auch die Ehrenamtlichen wurden mit zum Tanzen 'verpflichtet'. Es war ein wundervolles Fest, dass hoffentlich einmal Wiederholung findet!

Gemeinsam helfen

Am 31.08.2016 wird er ein Jahr alt, der berühmt, berüchtigte „Wir schaffen das“ - Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Wir schaffen das, und dort, wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden, muss daran gearbeitet werden.“ Seitdem ist viel passiert. Die humanitäre Entscheidung der Kanzlerin, die in Budapest gestrandeten Flüchtlinge aufzunehmen und nicht ein Blutbad anzurichten. Der dadurch ausgelöste Run auf Deutschland. Die unterlassene Hilfeleistung vieler EU – Staaten. Die Attentate in Paris, Würzburg und Ansbach. Die Übergriffe in der Silvesternacht. Das Begrüßen und zunehmende Verabschieden der Willkommenskultur. Das Erstarken von Rassismus und Ausgrenzung. „Wir schaffen das, und dort, wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden, muss daran gearbeitet werden.“ Die rund 100 Ehrenamtliche des Netzwerk Asyl Straubenhardt motiviert dieser Satz mitzuhelfen, dass Menschen, die alles verloren haben, Licht am Ende des Tunnels sehen. „Wir schaffen das“ sagen sich viele Menschen in diesem Land, und zum Glück auch viele bei uns in Straubenhardt. Die Betonung liegt auf dem „wir“. Danke fürs Anpacken und Mitmachen an so vielen Stellen, danke für jedes gute Wort über die neuen Mitbürger*innen und für allen Mut und alle Zuversicht.

Asylcafé im Juli 2016

Inzwischen hat das monatliche Asylcafé schon an einigen Orten in Straubenhardt gastiert. Am letzten Donnerstag im Juli trafen sich die Gäste in der Neuapostolischen Kirche in Schwann. Passend zum Sommerwetter gab es Fleisch vom Grill, Brötchen und Salate zu Essen. Die Flüchtlingsfamilien waren in der Vorbereitung auf die Veranstaltung mit involviert. Das Schneiden von Gemüse übernahmen hierbei fleißige Helfer aus den Asylbewerberheimen. Um die Aufgabe des Grillmeisters kümmerten sich ebenfalls die Flüchtlinge.

Für die Kinder gab es an diesem Abend noch eine ganz besondere Überraschung. Werner Ochs und sein Team hatten den Garten hinter der Kirche kurzerhand zu einer Spielwiese umfunktioniert. Mit Springseilen, Ballspielen und einem Wasserbecken, in denen Nussschalen als kleine Schiffchen auf Reise geschickt wurden. Das Highlight hier war das Dosenwerfen, bei dem es auch etwas zu gewinnen gab. Nützliche Dinge wie Malstifte, Schreibzeug, Bücher und Handtücher gehörten zu den Preisen.

Unser besonderer Dank gilt der Neuapostolischen Kirche Schwann sowie allen OrganisatorInnen.

Fahrradunterstellplatz

Wer A sagt muss auch B sagen. Nachdem in den letzten Monaten vielen Flüchtlingen von der Straubenhardter Bevölkerung gebrauchte Fahrräder gespendet wurden, war das vieldiskutierte Problem, wohin mit den Fahrrädern im Holzbachtal. Der Platz im Versammlungsraum neben der Küche stellte sich als sicher, aber nicht geeignet heraus. Im Freien waren die Fahrräder ohne Schutz. So entstand die Idee, ob nicht ein Fahrrad Unterstellplatz errichtet werden kann. 

Die Heimleitung und das Landratsamt genehmigten das Projekt, die Finanzierung konnte über die Koordinierungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit Straubenhardt aus Mitteln des Projekts "Gemeinsam in Vielfalt" unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden- Württemberg erreicht werden. Im Mai 2016 wurde also ein entsprechender Bausatz beim örtlichen Handwerkermarkt bestellt und vor Ort angeliefert. Beim Graben der Fundamentlöcher waren die Bewohner aus dem Holzbachtal zum ersten Mal aktiv in das Projekt eingebunden. Hanspeter Weidner, Christof Dill und Koordinator Gustav Bott fanden die Zeit an fünf Abendterminen den „Car- Fahrrad-Port“ aufzustellen. Es war dann doch ein erheblicher Aufwand notwendig auch mit Werkzeugen und Ideen (man macht sowas ja nicht jeden Tag) um das Bauwerk zu installieren. Die Bewohner vom Asylheim waren auch immer mit mancher Hilfestellung und auch mit Tee und Gebäck unterstützend dabei. Am Montag wurde nun die Dachrinne montiert und die Fahrräder an ihrem zukünftigen Standplatz abgestellt. Das Netzwerk Asyl Straubenhardt sagt Danke bei allen Möglichmachern.

Begegnung in der Daimlerstraße

Rund sechzig Bewohnerinnen und Bewohner zogen Ende Juni in die Flüchtlingsunterkunft in der Daimlerstraße ein. Darunter viele Familien, die überwiegend aus den Notunterkünften (aus Hallen und Zelten) des Enzkreises nach Straubenhardt kamen. Unter der Leitung von Ute Knöller-Kraft und Tina Küper kümmern sich die Ehrenamtliche vom Netzwerk Asyl Straubenhardt um die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das Team D11 hat sich bereits zu weiteren Absprachen getroffen, am vergangenen Montag, den 18.07. 2016 kam es beim ersten Teetreff zu einer schönen Begegnung.
Auch ein Besuch im Barfußpark für die Kinder stand bereits auf dem Programm. Im Moment werden vor allem Schränke gesucht, so dass die Bewohner ihre Kleidung ablegen können. Nach dem Dreiklang Ankommen, Bildung / Deutsch, Arbeit will das Netzwerk Asyl mithelfen, dass Integration vor Ort gelingt. Herzliche Einladung zu neuen Begegnungen bei unserem Asylcafé am 28.7.2016 um 19 Uhr bei der neuapostolischen Kirche in Schwann, Feldrennacher Str. 26. Auch beim Straßenflohmarkt am 23.7.2016 in der Landhausstraße in Conweiler sind Flüchtlinge wie Einheimische herzlich willkommen.

Asylcafé im Juni 2016

Erstmals fand das traditionelle Asylcafé am letzten Donnerstag im Ortsteil Feldrennach statt. Unter der Leitung von Daniela Merkle und Julia Evers verwandelte sich das evangelische Gemeindehaus zum Treffpunkt für Flüchtlinge und Einheimische. Zu Beginn forderte Hagen Müller zu einem kleinen Spiel auf. Zuerst sollten sich die im Saal anwesenden durch den Raum bewegen, ohne miteinander zu sprechen oder in die Augen zu schauen. Auf ein Zeichen hin, wurde die Regelung aufgehoben und man gab sich die Hand und stellte sich gegenseitig vor.

Am Buffet wurde leichte Kost angeboten, da viele der Anwesenden aufgrund des Ramadans fasteten. Die fastenden Asylbewerberinnen und Asylbewerber konnten sich in Tupperdosen Essen mit nach Hause nehmen. Ein Flüchtling erklärte auf Arabisch und Deutsch, was es mit dieser muslimischen Tradition auf sich hat. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, sich bei Gesprächen auszutauschen. Auch Bürgermeister Helge Viehweg war an diesem Abend vor Ort und diskutierte mit Vertretern des Netzwerk Asyl Straubenhardt. Im Garten wurde derweil Fußball gespielt und im Nebenzimmer ein Tischkickerturnier gestartet.
 
Unser besonderer Dank für die Bewirtung gilt der evangelischen Kirchengemeinde Feldrennach mit Pfarrer Matthias Gerlach und den OrganisatorInnen.

Europameisterschaft

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ lautete das Motto der Fußball-Weltmeisterschaft, die im Sommer 2006 in Deutschland stattfand. Menschen aus den verschiedensten Ländern der Erde feierten gemeinsam ein großes Fest. Zehn Jahre später kommen Flüchtlinge aus Krisengebieten um bei uns Schutz zu suchen. Das Netzwerk Asyl Straubenhardt bietet mit vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern aktive Unterstützung an. Zu einer guten Integration der Asylbewerber gehört die gemeinsame Begegnung und der Austausch, um sich näher kennenzulernen. Aktuell versucht die deutsche Nationalelf in Frankreich Runde um Runde, dem Titel des Europameisters näher zu kommen. Im Pfarrgarten Conweiler und / oder in der Gemeindehausbaustelle werden alle Spiele, an denen die deutsche Mannschaft beteiligt ist, auf einer großen Leinwand übertragen. So fieberten bereits bei allen vier Spielen Flüchtlinge und Einheimische mit. Die Aktion wird von Jugendlichen der Kirchengemeinde Conweiler gemeinsam mit Flüchtlingen durchgeführt und vom Jugendring Enzkreis unterstützt.

Weitere Begegnungsmöglichkeiten bieten sich am 30. Juni 2016 zum Asylcafé im Gemeindehaus Feldrennach um 19.00 Uhr. Am 07. Juli 2017 findet um 16 Uhr ein Helfer- und Unterstützertreffen für die neuen 60 Gäste in der Daimlerstr. 11 statt. Hilfe wird benötigt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Verkehrsschulung

Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe führte in Zusammenarbeit mit dem Deutschkurs des Netzwerkes Asyl eine Verkehrsschulung für erwachsene Asylbewerber durch. Polizeioberkommissar Merkle zeigte einen sehr anschaulichen Lehrfilm, bei dem ein Flüchtling mitspielte. Dieser zeigte, was beim Fahrradfahren alles zu beachten ist.  Ferner erklärte er was ein verkehrssicheres Rad alles braucht, wie der Helm richtig sitzt und welche Schilder und Verkehrsregeln zu beachten sind.

Die Teilnehmer erhielten zwei Broschüren, die alles Wichtige noch einmal im Überblick zeigen. Diese sind in Deutsch, Englisch und Arabisch. In der Pause und auch während der Veranstaltung gab es genügend Zeit Fragen zu stellen. Die ausführlichen Informationen wurden an die Lehrkräfte ausgegeben, damit im Deutschkurs das Ganze auch nochmal nachgearbeitet werden kann. Die Teilnehmer waren mit der Veranstaltung sehr zu frieden. Einen herzlichen Dank an Herrn Merkle für die Durchführung des informativen Nachmittags.
Da wir beobachtet haben, dass sich viele Flüchtlingskinder mit dem hiesigen Straßenverkehr schwertun, suchen wir Ehrenamtliche, die einmal im Monat mit Kindern in den Verkehrsgarten nach Pforzheim fahren und dort mit den Kindern Fahrradfahren im Straßenverkehr üben. Wer hat Lust aktiv zu werden, nach einem unserem Mottos: „Nicht bruddeln, sondern machen!“

Engagement von Flüchtlingen

auf den Spuren von Herrn WohinmitdemMüll
 
Der Deutschkurs organisierte die Teilnahme von Ehrenamtlichen und Flüchtlingen des Netzwerk Asyls an der diesjährigen Putzaktion "Sauberes Straubenhardt" am 11. Juni 2016. Fünf Flüchtlinge nahmen zusammen mit den Ehrenamtlichen Rudi und Renate Haun, Dietrich Bode, Ute Knöller-Kraft und Gabi Kleber an der Putzete teil.

Aus dem Bericht von Gabi Kleber: „Wir bekamen von der Organisatorin, Frau Grit Peter vom Bürgerschaftlichen Engagement, einen Streckenabschnitt vom AJCS bis zur Gemarkungsgrenze Arnbach zugeteilt. 3 Stunden lang sammelten wir Abfall. Nach unseren Erkenntnissen isst der durchschnittliche Herr Wohinmitdemmüll im Auto, kurbelt dann das Fenster herunter und wirft die Verpackung weg in den Wald. Er weiß wahrscheinlich, dass die nächste Putzaktion seinen Müll schon entsorgen wird, und kurbelt befriedigt das Fenster wieder hoch... Auch Leute, die die Entsorgungsgebühren für Altreifen scheuen, nahmen unsere Dienste in Anspruch.
Man sehe sich den gut gefüllten Container an... Am Ende der Putzaktion gab es einen wohlschmeckenden Imbiss von Grit Peter für alle Teilnehmer.“

Fahrradwerkstatt eröffnet

Die angekündigte Fahrradwerkstatt in der Buckelstraße in Conweiler wurde im April eröffnet. Unter der Leitung von Dr. Rainer Kleber und Hanspeter Weidner werden in einer ehemaligen Schreinerei, gebrauchte Drahtesel verkehrstauglich gemacht. Vor allem auf dem Dorf ist ein Mittel zur schnelleren Fortbewegung für die Asylbewerber notwendig, um selbstständig und mobil zu sein.


So werden seit dem 14. April unter anderem Reifen aufgepumpt, Bremsen überprüft und Fahrradklingeln anmontiert. Die Flüchtlinge zahlen für das Überlassen der Fahrräder eine Schutzgebühr. Außerdem werden Hinweise zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung und allgemeine Verkehrsregeln gegeben. Michael Wacker und Birgit Weber-Sieb stellen die Räumlichkeiten freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung. „Es gibt nach wie vor Bedarf an Fahrradspenden. Wir überprüfen natürlich, ob sich die Reparatur von der Kosten-Nutzen-Rechnung her überhaupt noch lohnt“ erklärt Hanspeter Weidner. Unterstützt wird er dabei von Rainer Kleber und Johann Jakumeit. Auch Asylbewerber Fahwad hilft öfters aus. Wer im Keller oder Garage ein ausgemustertes Fahrrad lagert, darf dieses gerne donnerstags von 17 bis 19 Uhr direkt in der Buckelstraße 32 abgeben. Außerhalb dieser Zeit ist eine Abgabe im Pfarrgarten Conweiler, Allmendstr. 10 oder in der Landhausstraße 12 bei Familie Weidner möglich. Fahrräder können auf Wunsch auch abgeholt werden.

Asylcafé im Mai 2016

Asylcafé im Bürgertreff
 
Am letzten Donnerstag im Monat um 19 Uhr ist seit November 2013 in Straubenhardt Asylcafé. An Fronleichnam trafen sich wieder rund 80 Einheimische und Geflüchtete aus aller Herren Länder, um Zeit zur Begegnung, zum Gespräch und zum gemeinsamen Essen und Trinken zu haben.
 
Das Asylcafé - Team Daniela Merkle und Julia Evers organisierte zum ersten Mal eine Begegnung zwischen Jung und Alt im Bürgertreff. Die Bewohner des „Betreuten Wohnen“ zeigten ihre große Gastfreundlichkeit. Frau Kornmüller begrüßte als „Dienstälteste“ die zahlreichen Gäste sehr freundlich. Frau Bachmann vom Bürgertreff war begeistert über das Miteinander und die professionelle Organisation. Eine große Freude war auch das Kommen des Jugendgemeinderats, der in seinem Grußwort die Willkommenskultur in Straubenhardt würdigte.

Gustav Bott und Pfarrer David Gerlach machten in einem „dramatischen Schauspiel“ die Wichtigkeit einer Haftpflichtversicherung für die Asylsuchende deutlich. Vielen Dank allen Beteiligten, vor allem den Organisatorinnen und Helfern.

Theaterbesuch in Pforzheim

Am 12.05. sind einige Mitarbeiter des Netzwerk Asyl gemeinsam mit ca. 20 Flüchtlingen ins Stadttheater Pforzheim gefahren. Ein Reisebus wurde organisiert, der die Leute an verschiedenen Stopps eingesammelt hat.
Gespielt wurde „Zaide“ als Singspiel nach der wunderschönen Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.
Das Ensemble „Zuflucht Kultur“ hat dieses Stück in Zusammenarbeit mit Flüchtlingen und Profis aufgeführt. Ort und Handlung wurden ins Europa 21. Jahrhundert verlegt.
Im 1. Akt sind Zaide und Gomatz auf der Flucht; dieses Paar steht stellvertretend für alle Menschen auf der Flucht. Im 2. Akt flieht ein deutsches Paar in die Vereinten Arabischen Staaten, die Rollen sind vertauscht. Beide Akte verbindet ein Märchen – in einem fernen Land haust ein böser Drache. Die Menschen fliehen, der Drache verfolgt sie.  Gut verständlich war das Stück durch den Wechsel von deutscher und arabischer Sprache. Das Stück hat kein happy end, alles ist verwirrend und offen – so kompliziert ist auch die Lage bei unseren Flüchtlingen. Es gibt keine einfache Lösung.  Die Organisatorin des Ausflugs, Asyldorfhelferin Sieglinde Lüthin berichtet von der gelungen Opernfahrt: „Unseren Flüchtlingen hat es einerseits viel Freude bereitet, vor allem, Ihre Heimatsprache zu hören, andererseits aber auch traurig gemacht, spiegelt es doch ihr Schicksal wieder. Uns andere hat es sehr nachdenklich gestimmt. Man konnte sich gut in die Situation hineinversetzen. Wie würde es uns gehen, wie würden wir uns verhalten, wenn wir anstelle der Flüchtlinge wären?
Diese Aufführung hat gezeigt, dass wir mehr Verständnis und Toleranz gegenseitig aufbringen und gemeinsam nach Lösungen suchen müssen.“

Asylcafé im April 2016

Unter dem Motto “Aufeinander zuwandern“ fand am vergangenen Donnerstag das  Asylcafé statt. Wie immer war es das ausgemachte Ziel, Alteingesessene und Neuankömmlinge näher miteinander bekannt zu machen, um mögliche Vorurteile abzubauen. Gemeinsam mit den Asylbewerbern ging es vom Treffpunkt im Holzbachtal auf verschlungenen Pfaden entlang des Axtbaches zur Schwanner Warte.

Die Wanderung war eine Kooperation des Schwarzwaldverein Straubenhardt und dem Netzwerk Asyl Straubenhardt. Jutta Bürkle-Hautsch, die selbst im Verein aktiv ist, hatte dort angefragt. Ohne lange überlegen zu müssen, sagte man Unterstützung zu. Das Wetter spielte an diesem Abend auch mit. Hatte es noch Vormittags geschneit, strahlte während des Ausflugs durchgehend die Sonne. Circa eine Stunde lang ging es so querfeldein durch die Wiesen und Wälder. An der Schwanner Warte angekommen warteten schon weitere Besucher des Asylcafés.

Zur Stärkung standen Essen und Trinken bereit, um schließlich am Lagerfeuer den Abend gemeinsam entspannt ausklingen zu lassen.
Ein großes Dankeschön gilt all den sportlichen Wanderern, den zahlreichen Helfern und dem Schwarzwaldverein Straubenhardt für die freundliche Unterstützung dieses ganz besonderen Events.

Internationales Eltern-Kind-Turnen

Mit verschiedenen Aktionen setzt sich das Netzwerk Asyl Straubenhardt für die Integration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern ein. Durch die engagierte Mitarbeit freiwilliger Helfer konnten so schon einige Projekte auf den Weg gebracht werden, weitere folgen.

Seit kurzem findet in der Straubenhardt-Halle in Conweiler das internationale Eltern-Kind-Turnen statt. Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte Tina Küper und Bettina Gerlach. Am Montagnachmittag treffen Flüchtlingsfamilien und Einheimische, um gemeinsam mit dem Nachwuchs sportlich aktiv zu werden. So wird mit Barren und Matten eine Rutsche gebaut. Auch Trampoline stehen bereit. Für eine Stunde können sich Kinder hier austoben und schlimme Erlebnisse und Sorgen hinter sich lassen. Eine willkommene Abwechslung für alle Beteiligten. Vielen Dank dem TV Conweiler für die freundliche Unterstützung dieses Angebots.

Firmlinge kochen für Flüchtlinge

Das Gemeindehaus St. Elisabeth in Schwann war diesmal der Treffpunkt des traditionellen Asylcafés. Gleich zu Beginn stellten sich die Firmlinge der katholischen Kirchengemeinde vor. Sie hatten unter der Küchenleitung von Kristiane Dorffer das Projekt „Kochen für Flüchtlinge“ umgesetzt. Sieben Jugendliche im Alter von 14- bis 15 Jahren setzten so ein kulinarisches Zeichen für Toleranz.

Nachdem sich alle im Saal versammelt hatten, begrüßte Hanspeter Weidner die Gäste. Er betonte, dass man sich nicht von den Ergebnissen der Landtagswahlen entmutigen lasse. Auch in Baden-Württemberg wurde verstärkt rechts gewählt. Stattdessen gehe es weiter mit neuen integrativen Projekten und Ideen. Der Beginn einer Fahrradwerkstatt in der Buckelstraße in Conweiler, steht kurz bevor. Auch im Wohnheim der Flüchtlinge gibt es neue Pläne. Ein Unterstand für Fahrräder soll gebaut werden. Bisher stehen diese, eher unvorteilhaft, im Aufenthaltsraum des Heims. Tatkräftige Unterstützung ist gesucht, der Starttermin wird dann mit den freiwilligen Helfern gemeinsam festgelegt.

Zum Nachtisch wurde an diesem Abend noch ein weiteres Highlight geboten: Der Deutschkurs hatte ein Frühlingsgedicht gelesen und gelernt. Asylbewerber Bashar trug „Frühling lässt sein blaues Band ...“ von Eduard Mörike vor. Es folgte ein afghanisches Gedicht, vorgetragen von Fahwad, ebenfalls passend zur Jahreszeit. Abgerundet wurde es mit einem Flötenspiel, das er selbst komponiert hatte.

Für diesen gelungenen Abend möchten wir uns herzlich bei allen Helfern in Schwann bedanken. Getränke und Location wurden freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Deutschkurs im Praxistest

,,Sie wünschen bitte?“, ,, Wie viel darf es denn sein?“ und viele Fragen mehr konnten unsere Sprachschüler des Deutschkurses der evangelischen Kirche Conweiler  letzte Woche bei Biobauer Reiser und beim Edeka-Markt bestens beantworten. Sie übten auch fleißig seit Dezember 2015, was im Alltagsleben gebraucht wird. Verkaufsgespräche, das Überwinden von Schwellenängsten an Bedientheken stand im Mittelpunkt dieser Einkaufsaktion. Die Dialoge zwischen Verkäuferin und Käufer wurden hinterher schriftlich festgehalten. Dafür durften sich alle Teilnehmer mit den Lehrkräften an Tische setzen und wurden von Familie Reiser zu Kaffee oder Tee eingeladen. Herzlichen Dank! Dies war ein sehr angenehmer Abschluss unserer Einkaufstour. 
Ob das, was gekauft wurde, auch das Richtige war, sollte sich  am nächsten Tag erweisen. Die katholische Kirchengemeinde St. Elisabeth in Schwann stellte uns die Gemeindehausküche zur Verfügung und unsere syrischen, afghanischen und irakischen Köchinnen und Köche zauberten orientalische Köstlichkeiten, die jedem Vergleich mit einem Sterne – Restaurant standhielten – einfach fantastisch!

In den unteren Räumen von St. Elisabeth findet seit Dezember 2015 auch unser Sprachkurs viermal wöchentlich statt, da leider das evangelische Gemeindehaus Conweiler seit dem Brand im letzten Jahr noch nicht wieder zu nutzen ist. Deshalb sind wir besonders dankbar für die herzliche Aufnahme im St. Elisabeth. Wir unterrichten dort gleichzeitig in zwei Räumen und kommen mit den Gegebenheiten sehr gut zurecht.
Den Deutschkurs versuchen wir Lehrkräfte so praxisnah wie möglich zu gestalten. So konnten wir uns auch beim Findus – Team bedanken, das vor einigen Wochen unsere Teilnehmer beim Einkauf von Textilien und Haushaltswaren geduldig betreute. Außerdem danken wir Herrn Uwe Seiler für eine Führung in seiner Arztpraxis, die für alle sehr lehrreich war.
Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen unseres Deutschkurses leistet auch unser Fahrdienst, der die Teilnehmer aus dem Holzbachtal ganz zuverlässig  morgens abholt und mittags wieder nach Hause bringt. Ganz herzlichen Dank für diesen Einsatz!
I.Wieland (Deutschteam)

Aus Fremden werden Freunde

Bei uns in Straubenhardt haben 16,9 % die AfD gewählt, 0,2 % NPD und 0,2 %  REP. Da diese Landtagswahl zur Abstimmung über die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Merkel hochstilisiert wurde, bleibt es dabei, dass die überwiegende Mehrheit der Wählerschaft die Aufnahme von Flüchtlingen befürwortet. Jetzt heißt es gemeinsam, die entstandene Herausforderung anzugehen. Wir vom Netzwerk Asyl Straubenhardt wollen mithelfen das sogenannte Asylchaos zu ordnen und zu gestalten. Das Jammern überlassen wir anderen. Wir sprechen uns aus, für Bekämpfung der Fluchtursachen, Schutzzonen vor Ort und verantwortungsvolle Aufnahme von Flüchtlingen bei uns, schnellere Asylverfahren, Unterscheidung von Asyl- und Einwanderungsrecht, Rückführung im Falle der Ablehnung und Integration von Anfang an. Heinemann sagte als Bundespräsident in der guten alten Zeit "der Wert einer Gesellschaft bemisst sich am Umgang mit den Schwächsten". In diesem Sinne laden wir herzlich zum Mitmachen ein. Wir helfen den in Not geratenen Menschen vor Ort. Es ist ein Vorrecht für uns, ein freundliches und menschliches Gesicht zu zeigen. Wir stehen ein für Mitmenschlichkeit und Weltoffenheit. Wir stehen auf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Wer die Geflüchteten angreift, greift uns an.

Überschrift

Heute möchte das Netzwerk Asyl Straubenhardt gerne Familie Mzedawee aus dem Irak vorstellen: Die Eltern Abass und Iman, die Töchter Ayan und Fatma sowie die Söhne Hedar und Montazer.
Sie kamen im November 2015 als Kontingentflüchtlinge nach Straubenhardt, das bedeutet, sie haben schon eine Aufenthaltsgenehmigung. Da sie im Moment zu sechst ein Zimmer und mit 11 anderen Personen ein Haus teilen müssen sucht Familie Mzedawee ganz dringend eine Wohnung. Da sowohl die Söhne als auch die Töchter hervorragen Englisch sprechen sind sie uns eine sehr große Unterstützung bei  der Begleitung anderer Flüchtlinge zu Ämtern oder Ärzten. Außerdem sind sie den Helferinnen und Helfern der Flüchtlingshilfe als Freunde schnell sehr ans Herz gewachsen. Daher möchten wir sie unbedingt in Straubenhardt oder Umgebung behalten. Sie suchen eine Wohnung oder ein Häuschen mit mind. 4 Zimmern. Kaltmieter bis 563,- Euro.
Dringend gesucht wird auch eine kleine und günstige (Einlieger)Wohnung für zwei Flüchtlinge aus Gambia. Die beiden junge Männer dürfen im Sommer eine Ausbildung in Straubenhardt beginnen und suchen dringend eine Unterkunft in Straubenhardt oder der näheren Umgebung (z.B. auch Dennach, Neuenbürg...), da Sie inzwischen nicht mehr im Holzbachtal wohnen dürfen. Vielen Dank für jegliche Hilfe.
Das Netzwerk Asyl Straubenhardt hat schon gute Erfahrungen mit der Vermietung von Wohnungen an Flüchtlinge gemacht. Gerne rufen wir dazu auf, leerstehenden Wohnraum in Straubenhardt an von uns betreute und bereits bekannte, gut integrierte Flüchtlinge zu vermieten. Aufkommende Fragen und Herausforderungen werden wir verlässlich gemeinsam lösen.

Spielefest für Flüchtlingskinder

Familie Rose aus Schwann hat bei Kindergärten und Kita-Einrichtungen zu einer Sammelaktion nach gebrauchten Spielsachen aufgerufen, um diese Flüchtlingskindern zugute kommen zu lassen. Eine spontane Idee, die eine Welle von Hilfsbereitschaft auslöste und schnell Ihre Lager füllte. Sorgfältig gesichtet und sortiert nach Altersgruppen, drin und draußen Spielzeug, wurde dies jetzt dem Netzwerk Asyl Straubenhardt angeboten. Wir haben aus diesem Angebot ein erstes Spielefest für Flüchtlingskinder in Straubenhardt veranstaltet. Es war ein bunter Nachmittag mit ca. 30 Flüchtlings- und einheimischen Kindern mit deren Eltern. Die pädagogisch hochwertigen Spiele, kleine Fahrzeuge, Malutensilien, Lernmaterialien und Gruppenspiele standen den ganzen Nachmittag zur Verfügung und wurden mit großer Freude genutzt. Jedes Kind durfte zum Schluss noch ein Kuscheltier und ein Spiel mit nach Hause nehmen. Alle anderen Materialien bleiben in der Obhut des Netzwerk Asyls Straubenhardt und werden je nach Bedarf im Deutschunterricht, von den Betreuerinnen der Unterkünfte und hoffentlich auch für weitere Spielenachmittage eingesetzt. Dies war wirklich eine wunderbare, wiederholenswerte Aktion, die jedoch ohne Helfer und Helferinnen nicht machbar ist. 

Deshalb ein großer Dank an die katholische Kirchengemeinde in Schwann, die uns nicht nur Getränke, sondern auch die Grundlage für so ein Fest zur Verfügung gestellt hat: den Raum! Danke allen Betreuern vor Ort, die für schöne Atmosphäre gesorgt und den Kindern Spiele erklärt und mitgespielt haben. Danke allen Fahrern fürs Abholen und Heimbringen der Flüchtlingskinder, was durch die große Anzahl von Kindersitzen, die dafür benötigt werden, einer logistischen Herausforderung gleicht. Danke Gudrun Dill vom Windhof für lecker duftende und hervorragend schmeckende Schneckennudeln. Danke an Blumen Voigt für die Deko und dass es jetzt in den Unterkünften schon nach Frühling riecht. Danke Familie Bornholt für Papier und Stifte und natürlich noch mal herzlichen Dank Familie Rose für diese wertvolle Spende.

Asylcafé im Januar

Das erste Asylcafé im neuen Jahr fand diesmal im Gemeindehaus Schwann statt. Die Begrüßungsrede von Jutta Bürkle-Hautsch konnte dank Übersetzer zusätzlich in Englisch und Arabisch verfolgt werden. Auch Bürgermeister Helge Viehweg war an diesem Abend unter den Gästen. In einer Ansprache thematisierte er unter anderem auch die finanzielle Herausforderungen, die sich für die Asylhilfe stellen. „Wir sind permanent in Gesprächen mit den entsprechenden Stellen, um den Zustand zu optimieren.“ gab er bekannt. Zudem lobte er den Einsatz der zahlreichen freiwilligen Helfer. Es sei nicht nur eine bemerkenswerte Unterstützung für die hilfesuchenden Flüchtlinge, sondern auch für alle Bürger der Gemeinde, so Viehweg. Um die Gäste untereinander besser bekannt zu machen, wurden anschließend Memory-Karten verteilt. Ziel war es, den Partner mit der passenden Karte zu finden und so ein Gespräch zu beginnen. Natürlich war wie immer auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Ein kulinarischer Höhepunkt war dabei die Kartoffelsuppe. Die Konfessionsübergreifende Hilfe der Menschen, wie es Werner Ochs passend formulierte, funktioniert in Straubenhardt hervorragend und das zeigte sich erneut bei diesem Asylcafé.

 

Foto: Die Gäste des Asylcafés wurden mit einem Memory-Spiel bunt gemischt.

Teamleiterbesprechung und Verabschiedung

Die Teamleiter*innen des Netzwerks Asyl Straubenhardt (Gesundheit, Arbeit, Deutschkurse, Willkommen, Finanzen, Freizeit, Integration) trafen sich am vergangenen Freitag, den 22. Januar 2016 im Hotel Radisson BLU Karlsruhe / Ettlingen. Generalmanager Hagen Müller ließ es sich nicht nehmen, das Leitungsteam persönlich zu begrüßen und zu Kaffee und Kuchen einzuladen. Durch sein persönliches Engagement konnte bereits vieles in der Flüchtlingshilfe in die Wege geleitet werden, bis hin zur Beschäftigung im Hotel. In einer Gesprächsrunde erzählten die Teamleiter von Erfolgserlebnissen und Herausforderungen in ihren Arbeitsbereichen. Jutta Bürkle-Hautsch und Pfarrer David Gerlach betonten als Sprecherduo, dass trotz allen Vorbehalten im Land und allen Schwierigkeiten angesichts der großen Zahl an Flüchtlingen, in Straubenhardt der einzelne Mensch gesehen wird, der Hilfe und Unterstützung braucht. Hier vor Ort wird Menschlichkeit gelebt, hier geschieht Begegnung, hier beginnt Integration und die Vermittlung von Sprache, Kultur und Werten. Gemeinsam mit über fünfzig aktiven Ehrenamtlichen konnte bereits einiges bewegt werden. Dank der finanziellen Unterstützung durch zahlreiche Spender konnte mit Anna Mayer eine Praktikantin für vier Monate beschäftigt werden. Ihr Praktikum endete Mitte Januar, das Netzwerk Asyl ist ihr über ihr Engagement an vielen Stellen im Netzwerk sehr dankbar.  

 

Foto: Pfarrer Gerlach bedankt sich bei Anna Mayer für ihre tatkräftige Unterstützung in der Flüchtlingshilfe. 

Vorstellung Team Arbeit

Vorstellung Team „Arbeit“
Das Team „Arbeit“, derzeit bestehend aus Christina Kies und Ludwig Mahler, kümmert sich um die Unterbringung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt in und um Straubenhardt. Das Team ist sowohl den Flüchtlingen als auch den Firmen bei der Abwicklung der Formalitäten mit den Ämtern behilflich. Es konnten bisher einige Erfolge erzielt werden, d.h. es konnten einigen Asylbewerbern Fulltime-Jobs besorgt werden, anderen Minijobs. Wir bedanken uns bei allen interessierten Firmen, die sich mit uns für Flüchtlinge einsetzen und engagieren. 
Bild: Arbeitsvertrag Radisson Blu Hotel Karlsruhe
Text: Generalmanager Hagen Müller freut sich mit einem Flüchtling aus Straubenhardt über den unterschriebenen Arbeitsvertrag im Hotel Radisson BLU Karlsruhe.
Um die Arbeit noch effizienter zu gestalten, suchen wir dringend noch eine(n) Mitstreiter(in), der/die uns bei unserer ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützt.

Kontakt

Sie erreichen uns per E-Mail unter netzwerkasylstraubenhardt@online.de

 
Ansprechpartner für das Netzwerk Asyl Straubenhardt ist Asyldorfhelferin Sieglinde Lüthin.

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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