Pressearchiv 2015

Auf dieser Seite finden Sie Pressemitteilungen aus dem Jahr 2015.

 

Weihnachtsbrunch in der Martinskirche

Kurz vor Jahresende fand noch einmal das traditionelle Asylcafé statt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kamen Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie zahlreiche Gäste zum gemeinsamen Brunch in der Martinskirche Conweiler zusammen. Das Essen wurde nach einem Aufruf im Gemeindeblatt von den Besuchern selbst mitgebracht. So sammelte sich ein buntes Buffet auf den Tischen im Kirchsaal, mit Salaten, Obst, Plätzchen und vielerlei anderen Leckereien.
Passend zum christlichen Feiertag wurden dann mit „Feliz Navidad“ und „Alle Jahre wieder“ Weihnachtlieder angestimmt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es schließlich zum Brunchen über, wo viele interessante Gespräche geführt wurden. Menschen verschiedenster Herkunft kamen unter dem geschmückten Tannenbaum zusammen, um sich zum Abschluss einen „guten Rutsch“ ins neue Jahr zu wünschen. Bedanken möchten wir uns bei der Bäckerei Richard Nussbaumer, die Brötchen für die Veranstaltung gespendet hat.

Straubenhardt hilft

Ein ereignisreiches Jahr liegt zurück. In den Sommermonaten 2015 erreichte die Flüchtlingsthematik einen Höhepunkt. Nach wie vor verlassen viele Menschen ihre Heimat, vertrieben durch Krieg, Terror und Unruhen. Das Netzwerk Asyl Straubenhardt unterstützt bereits seit drei Jahren die hier ankommenden Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Klar ist, dass die Herausforderungen auch im kommenden Jahr nicht weniger werden. Vieles wurde bereits auf den Weg gebracht. Erst kürzlich hat die neue Asyldorfhelferin Sieglinde Lüthin ihren Dienst begonnen. Im November nahm das Netzwerk einen Ehrenamtspreis der Sparkassenstiftung entgegen.  Die Straubenhardter Bürger konnten bei einer Informationsveranstaltung Fragen zur Situation an zuständige Organisationen sowie Bürgermeister Helge Viehweg stellen. Es wurde Integration durch vermittelte Arbeitsverhältnisse umgesetzt und erfreuliche Ergebnisse bei den Deutschkursen erzielt. Natürlich gab es an jedem Monatsende auch das traditionelle Asylcafé, bei dem sich Neuankömmlinge und Alteingesessene näherkommen konnten. Dies sind nur ein paar wenige Beispiele für eine Vielzahl von Projekten und Ereignissen der letzten Monate. Ein Dank geht an die Politik, an die Sozialarbeiter von miteinanderleben e.V., der Verwaltung im Rathaus und Landratsamt für die konstruktive Zusammenarbeit, außerdem an alle Vereine, die sich aktiv für Integration einsetzen.
Wir möchten besonders allen freiwilligen Helfern, den Sachspendern, sowie den zahlreichen Firmen und Privatleute vor Ort für die finanzielle Unterstützung von Herzen danken und wünschen Flüchtlingen wie Einheimische frohe Festtage und ein gesegnetes Neues Jahr 2016.

Besuch von MdB Katja Mast

Das Netzwerk Asyl Straubenhardt kümmert sich seit 2013 um die Flüchtlinge vor Ort. Mit der intensiven Betreuung der neuen Flüchtlinge in der Daimlerstraße und in der Herrenalberstr. haben die Aufgaben und Aktivitäten noch einmal deutlich zugenommen. Viele der Flüchtlinge sind nach einer monatelangen Flucht seelisch und körperlich angeschlagen. Junge Männer sind angekommen, ebenso Familien, auch eine schwangere Frau. Das Willkommensteam unter der Leitung von Jeannette Thiel-Görs und Tina Küper und das Gesundheitsteam unter der Leitung von Ellen Vennemann spenden hier gemeinsam mit den Mitarbeitern vom Rathaus und den Sozialarbeiter von miteinanderleben e.V. sehr viel Zeit und Einsatz.

Beim Teetreff im Holzbachtal wurde das Team von Asyldorfhelferin Sieglinde Lüthin von der SPD Straubenhardt und von Bundestagsabgeordnete Katja Mast besucht. Mast hörte den Asylsuchenden und den Ehrenamtlichen intensiv zu. Viele Dinge wurden angesprochen: Mobilität, Deutschkurse und Arbeitsmöglichkeiten. Sehr problematisch fanden die Anwesenden vor allem den schwierigen Umstand, dass die entsprechende Interviews und Entscheide (Asyl - ja oder nein) für die Flüchtlinge mehrere Monate und sogar Jahre dauern. Hier hoffen die Beteiligten, dass beschlossene politische Maßnahmen greifen und die Verfahrenssituation bald verbessert wird.

Infoabend mit Asylcafé in Feldrennach

Am letzten Donnerstag fand das traditionelle Asylcafé unter ungewohnten Bedingungen statt. In einer Informationsveranstaltung mit anschließender Fragerunde konnten Straubenhardter Bürgerinnen und Bürger in der Turn- und Festhalle Feldrennach sich über die neu angekommenden Flüchtlinge informieren. Das Interesse war groß, die Halle gut besetzt. Bürgermeister Helge Viehweg stand zusammen mit Pfarrer David Gerlach und Jutta Bürkle-Hautsch vom Netzwerk Asyl, sowie Frank Kontermann (Geschäftsführer miteinanderleben.ev), Wolfgang Herz und Angela Gewiese vom Landratsamt Rede und Antwort.
Gleich zu Beginn stellte Viehweg fest: „Straubenhardt kann diese Aufgabe meistern, durch die tatkräftige Unterstützung freiwilliger Helfer und der Bürger unserer Gemeinde.“ Am Dienstag waren erst neue Flüchtlinge angekommen, insgesamt sind es derzeit 95 Menschen. Ein Ziel ist es, für möglichst dezentrale Unterbringungen zu sorgen, also privaten Wohnungen oder kleineren Gemeinschaftsunterkünften. Wie es zum Beispiel in der Feldrennacher Daimlerstraße oder der Albert-Schweitzer-Straße in Ottenhausen schon der Fall ist. Weitere Unterkünfte werden bereits geprüft. Dass die Sporthallen mit Asylbewerbern belegt werden, schloss Viehweg aus.
„Es ist wichtig Ängste anzusprechen und zu versuchen diese abzubauen“ ergänzte er anschließend. Die Zahl der Flüchtlinge liegt derzeit bei unter einem Prozent in Relation zur Einwohnerzahl. Die Aufteilung unter den einzelnen Bundesländern erfolgt dabei nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel. Wolfgang Herz vom Landratsamt ermunterte dazu, auf die Neuankömmlinge zuzugehen. „Niemand verlässt seine Heimat ohne triftigen Grund freiwillig“ lautete sein Fazit. David Gerlach vom Netzwerk Asyl stellte zusätzlich klar, dass der einzelne Mensch zähle, auf Missstände wolle man klar und deutlich reagieren. Jutta Bürkle-Hautsch zeigte sich erfreut über die vielen Rückmeldungen aus der Bevölkerung: „Die Leute fragen bei uns an, wie sie unterstützen und helfen können. Das ist ein schönes Signal“. Ein Asylbewerber aus Togo, bedankte sich auf Deutsch bei den Bürgern für die Aufnahme in der Gemeinde. Vielen Dank an Sieglinde Lüthin und allen Helfern für die tolle Organisation des Asylcafés, welches im Anschluss an die Veranstaltung statt fand. Es fanden sich viele Interessierte und Freiwillige, die sich aktiv für Flüchtlinge einsetzen wollen. Dem Netzwerk Asyl Straubenhardt ist es wichtig, dass allen Menschen in Not geholfen wird, dies schließt auch die einheimische Bevölkerung ein. Bitte sprechen Sie uns an. 

 

Asyldorfhelferin Sieglinde Lüthin

Die Evangelische Kirchengemeinde Conweiler hat mit Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung und dem Ministerium für Integration das Projekt „Die Welt lebt in Straubenhardt“ ins Leben gerufen. Im Rahmen des Programms „Willkommen in Baden-Württemberg! Engagiert für Flüchtlinge und Asylsuchende“ konnte sich das Projektvorhaben im Auswahlverfahren der Baden-Württemberg Stiftung durchsetzen und wird nun in den nächsten zwei Jahren gefördert. 
Die Stiftung unterstützt in ihrem Programm 22 Projekte mit neuartigen Ideen, deren Kern die Unterstützung von Asylsuchenden und Flüchtlingen durch ehrenamtlich Engagierte darstellt. Die Kirchengemeinde Conweiler ist als Mitgründerin des Netzwerks Asyl Straubenhardt bereits seit Mai 2013 für die Flüchtlinge vor Ort in vielen Bereichen aktiv. Während des Engagements wurden die sozialen Nöte der Flüchtlinge immer deutlicher, zumal bei Vielen Traumata der Flucht und Ernüchterung über die Situation in den Wohnheimen aufbrechen. Damit die Ehrenamtlichen angesichts der alltäglichen Herausforderung nicht ausbrennen, wurde aus Sicht der Kirchengemeinde und des Netzwerks die Stelle einer „Asyldorfhelferin“ notwendig. Diese Person soll sowohl als verlässliche Alltagsbegleiterin (Gesundheit, Deutschkurs, Talentsichtung / Qualifizierung, Arbeitssuche) in Kontakt zu den Flüchtlingen stehen als auch die Ehrenamtlichen in Sachen Organisation und Projektarbeit entlasten. Mit Sieglinde Lüthin wurde eine geeignete Person gefunden, sie hat ihren Dienst mit dem Projektstart am 1. November 2015 begonnen. Lüthin hat sich schon in der Vergangenheit mit fremden Kulturen befasst. Gambia und Ägypten zählten bereits zu ihren Reisezielen. “Es ist eine wichtige Arbeit. Ich freue mich wenn ich bei Sorgen und Problemen direkt vor Ort unterstützen kann. Der Mensch ist mir bei dieser Aufgabe das Wichtigste.“ erklärte sie bei einem Pressegespräch am vergangenen Freitag.
Bild: Asyldorfhelferin Sieglinde Lüthin
Text: Teile der „Vorstandsschaft“ des Netzwerks mit Sieglinde Lüthin (3.v.l.)
 Zusätzlich wurde eine gemeinnützige Arbeitsstelle (1-Euro-Job) für einen Flüchtling geschaffen, die durch Solomon Peter besetzt wurde. Dieser soll als Betroffener ein Anwalt für die Belange der Flüchtlinge in Straubenhardt sein.

Flüchtlingshilfe bekommt Ehrenamtspreis

Am Dienstag, den 12. November 2015 hat das Netzwerk Asyl Straubenhardt gemeinsam mit Ellen Vennemann und dem Haus der Familie einen Ehrenamtspreis von der Sparkassen - Stiftung „Mit Herz und Hand“ bekommen. Mit insgesamt 4.000 Euro waren wir der Ort, dessen Preisgeld am höchsten dotiert war (Preisträger waren u.a. Arbeitskreise aus Ölbronn, Mühlacker und Schmie). Mit den Preisträgern freute sich auch Bürgermeister Viehweg über das ehrenamtliche Engagement. Die Veranstaltung war sehr beeindruckend, mit zwei Landräten, Uwe Hück und einem Theaterprojekt mit Flüchtlingen. 
Bild: Ehrenamtspreis Netzwerk Asyl Straubenhardt 
Das Netzwerk Asyl Straubenhardt widmet diesen Preis allen Flüchtlingen, die vor Gewalt, Krieg und Terror geflohen sind und allen Menschen, die sich vor Ort aktiv für Flüchtlinge einsetzen und Hass und Ausgrenzung etwas entgegensetzen. Klaus-Peter Böhringer, der als Kuratoriumsmitglied aktiv in der Ausschreibung eingebunden war, gibt den Preisträgern die Empfehlung mit auf den Weg, dass mit den 4.000 Euro ein gemeinsames Projekt vor Ort angegangen werden soll.
@prayforparis – wir solidarisieren uns mit den Opfern und Leidtragenden der Anschläge in Paris. Auch solidarisieren wir uns mit allen Muslimen in Straubenhardt und reichen ihnen unsere Hände. Wir distanzieren und von allen Menschen, die Religion missbrauchen und im Namen einer Religion Gewalt anwenden. „Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden das Reich Gottes sehen.“

Erfolg auf ganzer Linie beim KTV

Foto: Asylbewerber mit Hausmeister Horst Kern

 

Am Samstag trat der KTV Straubenhardt gegen den SC Cottbus an. Die Gastgeber konnten sich zum Schluss über einen deutlichen Sieg freuen. Mit 82:9 Punkten für den KTV endete der Wettkampf. In der vollbesetzten Straubenhardthalle waren auch Asylbewerber aus dem Holzbachtal. Sie unterstützten die Organisatoren beim Auf- und Abbau. 

 

Es ist nicht das erste Mal, dass auf diesem Wege tatkräftige Unterstützung geleistet wird. In der Vergangenheit konnten sich Flüchtlinge schon des Öfteren mit in die Gemeinschaft einbringen. Vielen Dank dem KTV und allen weiteren Sportvereine für die gelebte Integration in Straubenhardt. 

Gemeinsames Basketballspiel

Mit einem Plakat lud die „Abteilung Ballsport“ des Feldrennacher Turnvereins Flüchtlinge zum gemeinsamen Basketballspiel ein. Die Gruppe, bestehend aus Männern im Alter zwischen 18 und 48 Jahren aus ganz Straubenhardt, trifft sich einmal wöchentlich. Seit letzten Montag können sie die ersten zwei Neuzugänge bei sich begrüßen. Für die beiden Asylbewerber stellt dieses Ereignis eine willkommene Abwechslung dar, da die Möglichkeiten für Ballspiele im Flüchtlingsheim begrenzt sind.

 

„Es geht bei uns nicht um einen Wettbewerb, sondern den Spaß am Sport“ erklärt Dirk Nowak, der die Gruppe des Turnvereins leitet. Er übernimmt auch den Fahrdienst ins Holzbachtal. Gut möglich, dass in Zukunft noch weitere Interessenten zur Gruppe dazustoßen werden. In jedem Fall wieder ein schönes Beispiel, in dem Straubenhardter Bürger auf eigene Initiative Asylbewerbern die Hand gereicht haben und damit den Weg zur Integration und Verständigung erleichtern.

Asylcafé Oktober 2015

Pfarrer Phan konnte beim Asylcafé am letzten Donnerstag im Oktober ein volles Haus von Einheimischen und Flüchtlingen begrüßen. Er freue sich, dass das Asylcafé in St. Elisabeth stattfinden könnte. Daniela Merkle und Pfr. David Gerlach bedankten sich, für die Gastfreundschaft der katholischen Kirchengemeinde. Aufgrund des Brands im Evang. Gemeindehauses in Conweiler ist das Netzwerk Asyl auf weitere Ausweichquartiere für das Asylcafé angewiesen. Anlässlich des 80. Geburtstages von Herbert und Annerose Reiser, haben die geladenen Gäste und Gratulanten 1260,- Euro für das Netzwerk Asyl in Straubenhardt gespendet. Das Ehepaar Reiser war zum Asylcafé eingeladen. Mit Applaus wurde Ehepaar Reiser beim Asylcafé begrüßt. Auch Frieder Traub überbrachte Grüße von der Bürgerstiftung, die sich dafür entschieden hatte dem Netzwerk Asyl 500,- Euro zu überweisen. Auch dafür herzlichen Dank. Bei den anschließenden Gesprächen und bei einem vorzüglichen Essen (vielen Dank dem Küchenteam) kam es zu vielen positiven Begegnungen so dass deutlich wurde, in der aktuellen Flüchtlingskrise geht es um Menschen, Menschen wie du und ich.

Projekttage „Flüchtlingshilfe“ im Gymnasium Neuenbürg

Die Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern ist eine Herausforderung. Das war auch der Eindruck der Schülergruppe „Praktische Flüchtlingshilfe” im Rahmen der Projekttage des Gymnasiums Neuenbürg unter der Leitung von Lehrerin Hanna Schulte-Strotmes. In Begleitung von Jutta Bürkle-Hautsch fuhren die Schüler in das Heim für Asylbewerber im Holzbachtal und machten sich selbst ein Bild von der Lage. Aus dem Bericht der Schüler/innen: 
Die Flüchtlinge versuchen sich dort ein Mindestmaß an Privatsphäre und Zuhause aufzubauen. Das fällt bei dem eng bemessenen Raum nicht leicht. So teilen sich im Holzbachtal viele ein ca. 15m² großes Vierbettzimmer. Auch untereinander ist es für die Flüchtlinge schwierig,  da unzählige Sprachen und Kulturen aufeinander treffen. Trotzdem waren die Bewohner unglaublich herzlich und ermöglichten uns Einblicke in ihr Privatleben. Wenn man die Vergangenheit vieler dieser Menschen bedenkt, ist es extrem beeindruckend, wie offen sie Anderen gegenüber eingestellt sind. Viele von ihnen sprechen schon erstaunlich gut Deutsch, was vor allem den Bemühungen des “Netzwerks Asyl” zu verdanken ist. Dieses bietet kostenlose Deutschkurse an, um den Flüchtlingen eine Chance zur Integration zu verschaffen. Im Rahmen der Projekttage beschäftigte sich die Gruppe mit der Frage, ob und wie die Schüler tatsächliche Hilfe leisten können. Es wurde eine Spendenaktion mit selbstgebackenen Muffins sowie eine Sammelaktion von Schul- und Büromaterialien, die dem Netzwerk Asyl für die Erteilung des Deutschunterrichts zukommt. Zum Abschluss der Projekttage spielten die Schüler mit vielen Besuchern durch, wie es sich als Flüchtling anfühlen muss, in ein völlig fremdes Umfeld zu kommen, in dem man weder die Sprache versteht noch was mit einem passiert. Viele Besucher waren beeindruckt und hielten ihre vielfältigen Gefühle während der Simulation im Anschluss schriftlich fest. „Wir sind der Meinung, dass Flüchtlinge hier immer noch viel zu wenig Unterstützung und Fürsorge erfahren. Es sind Menschen, die unter unglaublichen Strapazen hierher kommen und von uns häufig nur Ablehnung erfahren. Scheinbar ist es immer noch aktuell, Menschen in Klassen einzusortieren und einigen weniger Rechte als anderen einzuräumen“ so das Fazit der Projektgruppe.

Hotel Radisson BLU in Ettlingen vermittelt hochwertige Sachspenden

Vermittelt durch Hagen Müller, General Manager des Radisson BLU Hotels Karlsruhe, übergab der Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller OTIS Ende September im Hotel Radisson Blu in Ettlingen mehrere Tablets sowie diverse neue Kleidungsstücke an das Netzwerk Asyl Straubenhardt. 

Daniel Capano, Standortleiter des OTIS Büros Baden-Baden, berichtet von der spontanen und erfolgreichen Sammelaktion in seiner Firma zugunsten der Flüchtlinge. „Als weltweit führender Hersteller von Aufzügen wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Flüchtlinge neue Perspektiven finden“, so Capano. Eigens zur Übergabe aus Berlin angereist war auch Harald Wilhelm, Senior Manager und Leiter des Customized Solution Centers von OTIS. „So eine Spende bekommt man nicht alle Tage“, freut sich David Gerlach, Pfarrer und Sprecher des Netzwerks Asyl in Straubenhardt. „Wir wollen die Tablets als Leihgeräte in der Bildungsarbeit im Rahmen unserer ehrenamtlichen Deutschkurse einsetzen.“ 

Hagen Müller aus Straubenhardt ist seit mehreren Monaten aktives Mitglied im Netzwerk Asyl. Nach dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ dachte er bereits im Juli an die Flüchtlinge, als im Hotel Radisson BLU Fernsehbildschirme ausgetauscht wurden. Der Eigentümer des Hotels Gunnar Wagner war von der Spendenaktion begeistert. Zusätzlich zu den Fernsehern, wurden für die Flüchtlingshilfe sechs Minibars und zwölf Computer im Wert von 3240,- Euro gespendet. „Unser Haus und ich leben Tag für Tag Gastfreundschaft und sehen uns auch aktuell in der Pflicht unseren kleinen Beitrag für eine gelungene Willkommenskultur für die Flüchtlinge zu leisten“ so Müller. Die Computer sollen in einem Internetcafé Verwendung finden, die Fernseher werden zum Teil zugunsten des Asylnetzwerks verkauft und zum Teil sollen sie in den Gemeinschaftsräumen in den größeren Sammelunterkünften im Enzkreis zum Einsatz kommen. 

Integration durch Arbeit

Das Netzwerk Asyl Straubenhardt unterstützt Asylbewerberinnen und Asylbewerber bei der Jobsuche. Christina Kies, Ludwig Mahler und Hans-Peter Weidner geben Hilfestellung beim Erstellen von Unterlagen und dem Ausfüllen von Formularen, zum Beispiel Arbeitsgenehmigungsanträgen. Zusätzlich werden via Zeitungsannonce, den Freundeskreis Asyl oder auch beim persönlichen Besuch bei ortsansässigen Unternehmen nach Stellen gesucht. Das Team konnte dabei schon erfolgreiche Verbindungen knüpfen. Vor allem in der Gastronomie, dem Handwerk und kleineren sowie Mittelstandsbetrieben bieten sich hier immer wieder neue Möglichkeiten. Inzwischen wurden bereits 10 Stellen, hauptsächlich 450 € Jobs vermittelt. Ein Nordiraker konnte so in einem Karlsbader Unternehmen eine Arbeit im Versand aufnehmen. Ebenso erfolgreich im Berufsleben angekommen ist ein junger Mann, der seine bereits in Afrika erworbenen Fähigkeiten nun noch weiter ausgebaut und vertieft hat. Jetzt ist er Mitarbeiter in einer Schlosserei. Diese erfolgreichen Ergebnisse tragen damit nicht nur zur Entlastung der staatlichen Finanzen bei, die Aufnahme der Arbeit gibt den Asylbewerbern eine neue Struktur und holt sie aus dem lethargischen Alltag heraus. Sie werden damit zu eigenverantwortlichen Selbstversorgern. Gute Beispiele also, wie eine Win-Win-Situation für Betriebe und Flüchtlinge aussehen kann. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Broschüre unter dem Titel „Potentiale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen“ veröffentlicht, diese kann auch über die Internetseite des Netzwerk Asyl Straubenhardt unter dem Punkt „Beschäftigung“ gefunden werden.

Straubenhardt hilft

In den letzten Monaten konnte man in den Nachrichten viele Menschen sehen, die Flüchtlinge aus aller Welt bei uns in Deutschland willkommen geheißen haben. Die Neuankömmlinge stiegen unter Applaus aus den Zügen. Ein starkes und bewegendes Signal, dass hier ausgesendet wurde. Allerdings endet die Notwendigkeit der Unterstützung nicht an einem Hauptbahnhof. Deshalb trafen sich am vergangenen Donnerstag mehrere Freiwillige unter dem Motto „Straubenhardt hilft“, um einen Plan zu entwickeln, der die neuankommenden Asylbewerberinnen und Asylberwerber besser unterstützt. 

 

Welche Dinge werden am nötigsten gebraucht? Wie können Ängste und Vorurteile abgebaut werden? Wie gelingt eine gute Integration? Viele Vorschläge wurden diskutiert. Schnell fanden sich Übersetzer für verschiedene Sprachen. Eine mehrsprachige Broschüre, die wichtige und nützliche Inhalte zusammenfasst ist geplant. Auch eine Informationsveranstaltung für die Straubenhardter Bürger war einer der Vorschläge. So konnten in nur kurzer Zeit schon die ersten Ziele gesetzt werden, um im Rahmen von „Straubenhardt hilft“ und darüber hinaus das Thema der Integration aktiv anzupacken. Die Initiative „Straubenhardt hilft“ ist auch auf Facebook aktiv: www.facebook.com/straubenhardthilft

Asylcafé August 2015

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei Ihrer Bundespressekonferenz am 31.08.2015 deutliche Worte in Sachen Flüchtlinge gefunden. Sie sei nicht bereit, denen, die in den Flüchtlingen vor allem eine Gefahr sehen, Verständnis entgegenzubringen. "Es gibt keine Toleranz gegen die, die die Würde anderer Menschen infrage stellen", wendet sie sich an alle, die in den vergangenen Wochen Brandsätze auf Flüchtlingsheime geworfen oder davor demonstriert haben. Sie lobte die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, außerdem mahnte sie an, der Herausforderung mit Herz und Verstand zu begegnen. "Deutsche Gründlichkeit ist super, aber jetzt ist Flexibilität gefragt". Die Sprecher des Netzwerks Pfarrer David Gerlach und Jutta Bürkle-Hautsch erreichen viele Hilfsangebote, vor allem Angebote für Sachspenden. Dafür sind wir sehr dankbar, wir bitten um Verständnis, wenn wir nicht immer sofort reagieren können. Momentan betreuen wir vor allem junge Männer im Holzbachtal, die teilweise zu sechs in kleinen Zimmern untergebracht sind. Im Herbst erwarten wir das neue Flüchtlingsheim in Straubenhardt in der Daimlerstr. Neue Ehrenamtliche sind hierfür dringend gesucht und willkommen. Da die Flüchtlinge aus Ländern kommen, in denen Gastfreundschaft sehr hoch geschätzt ist, hilft alles, was zum Leitgedanken „Zu Gast bei Freunden“ hilft. Vor allem Begegnungen, vielen Dank auch, wenn Sie in Ihrem Umfeld für Verständnis für die Flüchtlinge werben, bei allen Schwierigkeiten und Herausforderungen.
Text: Dank an den Schwarzwaldverein, der uns beim Sommer Asylcafé beherbergte. 
Wer mithelfen kann, dass die deutsche Sprache erlernt wird, kann gerne am 4.9.2015 um 10 Uhr zu einem Info – Treffen ins Evang. Gemeindehaus, Landhausstr. 11 in Conweiler kommen. Ab dem 1. Oktober suchen wir eine/n „Asyldorfhelfer*in“ (vielleicht finden wir noch einen besseren Namen). Diese Person wollen wir für zwei Jahre mit einem Minijob ausstatten und damit mit Zeit, um für Ehrenamtliche und Flüchtlinge da zu sein. Gesucht ist ein/e Netzwerker*in und Kümmer*in mit Herz und auch Durchsetzungskraft für die Flüchtlinge. Geeignet ist jede*r die /der schon Kinder ins Erwachsenenalter begleitet hat ;). 

Spendenaufruf

Auch uns beschäftigen die zahlreichen Flüchtlinge sehr. Wir haben keine Patentrezepte, aber wir vom Netzwerk Asyl wollen mit Herz und Verstand tatkräftig den Menschen in Not helfen. Das Netzwerk Asyl Straubenhardt verteilt keine Gelder direkt an die Asylbewerber, sondern nur in Form von Unterstützung für Busfahrkarten zur Schule, anteilige Prüfungsgebühren an der VHS, kleinere Unternehmungen, Ersatzteile für Fahrräder (+ Schlösser und Licht), Verpflegung im Asylcafè usw. Dies wird alles vorab in unserem Finanz-Team besprochen. Das installierte Internet im Holzbachtal zum Beispiel kostet uns monatliche Gebühr, aber die Asylbewerber sind sehr dankbar für diese Möglichkeit WLAN in der Sammelunterkunft zu haben. Unsere Arbeit verläuft momentan auf allen Ebenen ehrenamtlich und viele Helfer und Helferinnen stellen uneigennützig Ihre Zeit, Benzin und Materialien zur Verfügung. Unsere Arbeit wird jedoch aufgrund der Situation nicht weniger und im Herbst werden weitere Flüchtlinge in Straubenhardt eintreffen. Wir erfahren eine großartige Hilfsbereitschaft in und um Straubenhardt. Viele möchten sich einbringen und wir versuchen dies auch optimal zu koordinieren. Dennoch benötigen wir immer auch Geld. Wir erhalten keinerlei regelmäßige Einnahmen und bekommen auch keine Zuschüsse. Bisherige Spenden sind aufgebraucht und wir möchten Sie bitten, unsere Arbeit  auch in dieser Form zu unterstützen. 
Das Netzwerk Asyl Straubenhardt arbeitet seit mehreren Monaten ehrenamtlich und vollbringt mit seinen Mitarbeitern eine hervorragende Arbeit. Wir sind eine politisch und kirchlich unabhängige Vereinigung. Durch die offene Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde in Conweiler haben wir die Möglichkeit, Räume für Deutschunterricht und unser monatliches Asylcafé zu nutzen, ebenso Personal und ein Fahrzeug. So besteht auch die Möglichkeit Spendenquittungen auszustellen.
Inzwischen sind wir gut organisiert, haben verschieden Bereiche, in denen sich die Teams einbringen. Zum Beispiel kümmert sich ein Team um die Beschaffung von Praktika, 1.- Euro-Jobs und  Ausbildungsplätze. Der regelmäßige Deutschunterricht als Basis, muss mit Fahrdiensten, Lehrern und Lehrerinnen koordiniert werden. So mancher Schüler hat schon die A1 und A2 Prüfung geschafft und besucht jetzt Schulen in Pforzheim. Es gibt ein Team, das sich um den Bereich Gesundheit und Arztbesuche kümmert. Das Asylcafé muss organisiert sein und gilt als wichtiger Treffpunkt, um sich kennen zu lernen. Es gibt einzelne Patenschaften, eine Art Fahrradwerkstatt und vieles mehr. Wir sind froh über jede auch noch so kleine Spende und werden mit diesen Geldern sehr gewissenhaft umgehen.
Mit freundlichen Grüßen für das Netzwerk Asyl Straubenhardt,
Jutta Bürkle-Hautsch und David Gerlach, Pfarrer
Alle Informationen und eine Kontonummer für Spenden findet sich unter http://www.netzwerkasyl-straubenhardt.de. Email: netzwerkasylstraubenhardt@online.de  Ideen und Mitmacher/innen sind sehr willkommen.

Asylcafé Juli 2015

Das Asylcafé des Netzwerk Asyl Straubenhardt fand aufgrund des tollen Sommerwetters diesmal draußen statt. Im Garten versammelten sich die Mitglieder des Netzwerks, Unterstützer, Interessierte und natürlich die Asylbewerber selbst. Für das leibliche Wohl war durch Familie Keller – Weckesser ausreichend gesorgt. Und so konnten viele gute und interessante Gespräche geführt werden. Dieses Mal waren es sogar besonders viele Gäste. Unter anderem traf eine Gruppe aus Remchingen ein um sich Impulse für ihre Asylhilfe zu holen. Feierlich wurde es, als die Zeugnisse der Deutschprüfungen vergeben wurde. Hier gilt noch einmal ein besonderer Dank an Erika Becker, die den Deutschkurs in den letzten Monaten geleitet hat und damit die Asylbewerber bei Ihrer Integration maßgeblich unterstützt hat. Schließlich wurde der Abend mit Gesang am Lagerfeuer abgerundet. Das Netzwerk Asyl Straubenhardt hat die neue Stelle einer „Asyldorfhelferin“ / eines „Asyldorfhelfers“ erfunden und dafür Fördermittel von der Stiftung Baden – Württemberg bekommen. Wer hätte für solch eine Minijob – Stelle ab dem 1. Oktober 2015 ein Herz und Interesse?

 

Alle Informationen und eine Kontonummer für Spenden findet sich unter http://netzwerkasyl-straubenhardt.de. Email: netzwerkasylstraubenhardt@online.de  Ideen und Mitmacher/innen sind sehr willkommen. Ansprechpartner für das Netzwerk Asyl sind Jutta Bürkle-Hautsch (juttabuerkle@gmx.de) und Pfarrer David Gerlach (Tel. 2531). 

Gelungene Integration – ein Gemeinschaftsprojekt

Wir lernten Adam (Name geändert) im September 2013 beim ersten Asylcafé kennen. Schnell erlernte er im ehrenamtlich organisierten Deutschkurs die deutsche Sprache und eine Arbeit konnte für ihn gesucht werden. Ludwig Mahler gelang es tatsächlich einen Arbeitgeber zu finden, der das Wagnis einging, einen Asylbewerber mit unsicherem Aufenthaltsstatus einzustellen, nachdem die Agentur für Arbeit keinen anderen Bewerber für die Arbeitsstelle finden konnte. 
Der Papierkrieg wurde auf sich genommen, eine Arbeitsgenehmigung konnte erreicht
werden. Der Arbeitgeber ist sehr zufrieden mit Adam. Mittlerweile hat er auch seine
befristete Aufenthaltsgenehmigung erhalten und konnte eine kleine Wohnung anmieten. Bernd Kirchenbauer, vom Steuerbüro Kirchenbauer, ist nun bei der Erstellung des Lohnsteuerjahresausgleichs 2014 behilflich. Dies macht er ehrenamtlich, ebenso, wie alle Helferinnen und Helfer im Netzwerk Asyl. Ludwig Mahler und Adam bedankten sich bei Herrn Kirchenbauer für seine Unterstützung mit einem guten Tropfen aus der Pfalz.
Bild: Erste  Steuererklärung in Deutschland mit Unterstützung 
Text: Erste Steuererklärung in Deutschland mit Unterstützung von Bernd Kirchenbauer (Mitte) und Ludwig Mahler (rechts)
Der Brand einer geplanten Asylunterkunft in Remchingen beschäftigt das Netzwerk Asyl Straubenhardt sehr. Sollte sich ein fremdenfeindlicher Hintergrund herausstellen, wäre dies ein Anschlag auf uns alle. Wir sind gegen Gewalt und Rassismus und für Toleranz, Weltoffenheit und Solidarität mit den Menschen in Not. Wir sagen ausdrücklich: „Refugees are welcome“. Jede/r hat verbrieft durch die allgemeinden Menschenrechte und durch unser Grundgesetz das Recht auf ein Asylverfahren und darf während dieser Zeit in Deutschland bleiben. Durch unsere zahlreichen Anstrengungen, versuchen wir Integration von Anfang an zu ermöglichen. Die Flüchtlinge wollen uns nicht auf der Tasche liegen, sondern wollen arbeiten und ihre Steuern zahlen. Für alle abgelehnten Asylbewerber versuchen wir Perspektiven im Heimatland - oder falls dies rechtlich möglich ist - in Deutschland zu finden. Wir laden ausdrücklich alle gesellschaftlichen Kräfte zur Arbeit an einer Willkommenskultur ein. Beim Asylcafé am 30. Juli 2015 wollen wir ein Zeichen der Toleranz und Weltoffenheit setzen unter dem Motto „Refugees Welcome Straubenhardt“. Das Fest beginnt ab 19.00 Uhr im Gemeindehaus und im Pfarrgarten Conweiler, Landhausstr. 11. Gerne können Sie sich auch unserer Facebook – Gruppe „Refugees Welcome Straubenhardt“ anschließen.

Die Welt kommt nach Straubenhardt

 

Mit rund 15 Flüchtlingen aus dem Holzbachtal war das Netzwerk am Sonntag, den 26.7. bei der Kundgebung gegen Fremdenfeindlichkeit in Remchingen anwesend. Das klare Bekenntnis für Weltoffenheit und Nächstenliebe kam bei den Bewohnern des Flüchtlingsheims im Holzbachtal gut an. Beim Asylcafé am 30. Juli 2015 soll ein Zeichen der Toleranz und Weltoffenheit unter dem Motto „Refugees Welcome Straubenhardt“ gesetzt werden. Das Fest beginnt ab 19.00 Uhr im Gemeindehaus und im Pfarrgarten Conweiler, Landhausstr. 11. Weitere Informationen und eine Kontonummer für Spenden findet sich unter netzwerkasyl-straubenhardt.de. Ein Newsletter mit über 50 Interessierten informiert regelmäßig über die Aktionen des Netzwerks. Die Emailadresse für Fragen und zum Vernetzen ist netzwerkasylstraubenhardt@online.de.  Ideen und Mitmacher/innen sind sehr willkommen. Ansprechpartner für das Netzwerk Asyl sind Jutta Bürkle-Hautsch (juttabuerkle@gmx.de) und Pfarrer David Gerlach (Tel. 2531). 

Gesundheitsteam

Das Netzwerk Asyl Straubenhardt unterstützt mit einem weiteren Baustein.
Asylbewerber, die nicht in der Lage sind, alleine einen Arztbesuch zu bewerkstelligen, werden begleitet. Vorgefertigte Anamnesebögen, Beschwerde- und Therapielisten wurden Dank der Unterstützung einiger Mithelfer in verschiedenen Sprachen, wie beispielsweise arabisch, farsi oder französisch, übersetzt. Dadurch können auch die Flüchtlinge versorgt werden, die beim Lernen der deutschen Sprache noch eher am Anfang stehen.
Die Zusammenarbeit der ortsansässigen Ärzte, der Patienten, des Sozialarbeiters zusammen mit dem Landratsamt, den Sozialstationen und den Begleitern aus dem Netzwerk Asyl klappt wunderbar.
Das Netzwerk sucht noch Mitstreiter, die Arztbegleitung übernehmen können. Einige der Asylbewerber benötigen derzeit häufiger einen Arztbesuch. Melden kann man sich unter netzwerkasylstraubenhardt@online.de 

Netzwerk Asyl und Spielring Schwann

„Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“ sagte schon der Schriftsteller Henry Wadsworth Longfellow. Um eine Bestätigung für dieses Zitat zu bekommen, braucht man nur beim Akkordeon-Spielring Schwann vorbeizuschauen. Die Gruppe besteht aus rund 15 Teilnehmern unter der Leitung von Fred und Elvira Rose hat seit neuestem nämlich ganz besonderen Zuwachs bekommen. Die beiden Asylbewerber Sonny O. und Edward E. sind jetzt ein Teil des Ensembles. Die Idee für die Kooperation wurde beim Asylcafé des Netzwerk Asyl Straubenhardt geboren und schließlich auch in die Tat umgesetzt. „Sonny bringt inzwischen seine eigene Gitarre mit und Edward spielt heute erstmals auf dem Schlagzeug“ berichtet Elvira Rose. Die Zusammenarbeit funktioniere wunderbar und auch die Deutsch-Sprachkenntnisse der beiden Neulinge habe gute Fortschritte gemacht. Musikalisch ist man breit aufgestellt. Von Elvis über Schlager, Medleys und Stimmungswalzer ist alles dabei. Übrigens: Wer gut im Bass oder auch Akkordeon ist, kann sich den Musikern noch anschließen. Der Spielring trifft sich montags um 19.30 Uhr im kleinen Vereinszimmer der Turnhalle Schwann.

Reparaturwerkstatt

Eine gelungene Aktion fand am 28.05.2015 durch Solomon Peter und Johann Jakumeit statt. Im Pfarrgarten Conweiler wurden Fahrräder für Flüchtlinge und ein Rasenmäher repariert. Es ist der Wunsch des Netzwerks Asyl Straubenhardt, dass im Sinne des Reparierens und Tauschens regemäßig Werkstatttermine im Pfarrgarten stattfinden. Welche Meister/innen und Dipl. – Ing. i.R. könnten sich dieser Aufgabe gemeinsam mit den Flüchtlingen annehmen? Fahrräder und alles was ein Kabel oder ein Motor hat, könnte repariert werden. Zusätzlich sind wir weiter auf Fahrradspenden aus der Bevölkerung angewiesen. Bitte auf den Fahrradständer im Pfarrgarten Conweiler stellen. Bei Bedarf bzw. bei Wunsch einer Spendenbescheinigung bitt Kontakt mit dem Pfarramt Conweiler aufnehmen. 

Asylcafé Mai 2015

Jeden letzten Donnerstag im Monat ist in Straubenhardt Asylcafé, so auch am 28.05.2015 im Evangelischen Gemeindehaus in Conweiler. Die Stimmung im internationalen Café war gelöst und offen. Bei vielen Gesprächen und Interaktionen konnten aktiv Brücken zwischen den Nationen geschlagen werden. Zu Gast waren auch Vertreter vom Akkordeon-Spielring Schwann, die nach Trommler aus dem Kreis der Flüchtlinge nachfragten. Erneut waren wieder interessierte Gäste mit dabei. Ehrenamtliche aus der Gemeinde Dobel holten sich Anregungen für ihre Asylarbeit. Marina Becker und Laura König sorgten für die kulinarische Verköstigung. Das nächste Treffen wird am 25. Juni voraussichtlich im Haus der Familie stattfinden.

Willkommen durch Begegnung

Viel Spaß beim internationalen Bowling. Danke an die Mitglieder des Netzwerks Daniela Merkle, Ludwig Mahler und Hanspeter Weidner. 
Welcher Freundeskreis, welche Gruppierung, welcher Verein, welcher Ortsteil hilft noch mit, dass sich unsere Flüchtlinge willkommen fühlen? Jede Initiative und Idee aus allen Ortsteilen ist willkommen. Außerdem suchen wir noch Fahrräder. Wir bekommen viele Anfragen in Bezug auf Möbel. Diese sind aufgrund der engen räumlichen Situation im Holzbachtal momentan nicht sinnvoll. Bitte auch keine Möbel ungefragt ins Holzbachtal stellen.

Pfinzer Pferde Café

Die ganze Welt zu Gast auf der Pfinz. Am Ostermontag ging es beim 1. Pfinzer Pferde Café international und bunt zu. Neben den Stammgästen bzw. vierbeinigen Gastgebern aus Island, trafen sich Flüchtlinge aus Gambia, Albanien, Pakistan, Afghanistan und Nigeria mit Einheimischen zu einem Pferdespaziergang und anschließender Begegnung mit Getränke, Tee, Kaffee und Kuchen. Vielen Dank an Jutta Fuchs für diese großartige Idee. Danke allen Helferinnen und Helfern. 
Welcher Freundeskreis, welche Gruppierung, welcher Verein, welcher Ortsteil hilft noch mit, dass sich unsere Flüchtlinge willkommen fühlen? Jede Initiative und Idee aus allen Ortsteilen ist willkommen.

Jubez 2015

Am vergangenen Mittwoch unternahmen drei Mitglieder des Netzwerkes Asyl zusammen mit sechs Flüchtlingen aus dem Holzbachtal einen Ausflug ins Jubez nach Karlsruhe. Gezeigt wurde ein Film über Integration im Fußball, mit anschließender Podiumsdiskussion. Auch Fußballprofis hatten bzw. haben mit Rassismus zu kämpfen. Es ist deshalb umso bemerkenswerter, dass es sich auch kleine Vereine zur Aufgabe machen Integration zu leben. In unserem Fall ein Dankeschön an die Spvgg Coschwa, wo zwei unserer Flüchtlinge aufgenommen wurden und mit der Mannschaft trainieren und Fußball spielen. 
Weitere Initiativen, Ideen und Mitmacher/innen aus allen Ortsteilen für das Netzwerk Asyl sind willkommen. 

Asylcafé, Fahrräder und Arbeit

Einmal im Monat treffen sich Einheimische und Flüchtlinge in großer Runde im Asylcafé. Es hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt zwischen Helfern aller Art (Arbeitsberatung, Unterrichtsberatung, Wohnungsbetreuung und menschlichem Kontakt) und den Flüchtlingen entwickelt. Das erste Asylcafé im neuen Jahr fand am 29. Januar 2015 unter dem Thema: „Je suis Charlie“ statt. Kabba aus Gambia erklärte auf Deutsch (!) seine Sicht des Terrorakts. Zwar findet er die beleidigenden Mohammed – Karikaturen nicht gut, dennoch hat aus seiner Sicht der gewalttätige Dschihad mit der Zeit des Propheten Mohammeds aufgehört. Insofern hatten sich die Attentäter in Paris bei ihren Morden zu Unrecht auf den islamischen Glauben bezogen, Gewalt im Namen einer Religion, sei zu verurteilen.
Bild: Asylcafe Januar 2015 Bild
Das nächste Asylcafé findet am 26. Februar 2015, voraussichtlich in St. Elisabeth in Schwann statt.
Auch in der Vorbesprechung zum Asylcafé war das Thema „Je suis Charlie“ präsent. Sezer Ötztürk berichtete von dem Wunsch der gut in Straubenhardt integrierten Muslime nach einem Raum des Gebets. Dadurch soll die friedliche Ausübung der Religion gestärkt werden. Die Runde signalisierte im Sinne einer Willkommenskultur Unterstützung bei der Suche. 
Da immer wieder neue Asylbewerber ins Holzbachtal kommen, werden wieder gut erhaltene Fahrräder gesucht. Bitte im Pfarrgarten Conweiler abstellen. Ein großes Thema ist die Arbeitssuche für einzelne Flüchtlinge, die schon gut Deutsch sprechen. Falls lokale Arbeitgeber Produktionshelfer oder Lagerhelfer suchen, sind wir jederzeit zur Vermittlung bereit. Weitere Initiativen, Ideen und Mitmacher/innen aus allen Ortsteilen für das Netzwerk sind willkommen. 

Gemeinsames Weihnachtsfest

Nach dem Wort von Hans Küng: „Es gibt keinen Frieden auf Erden, ohne Frieden unter den Religionen“ feierten Muslime, Christen und Konfessionslose am 2. Weihnachtstag im Evangelischen Gemeindehaus Conweiler gemeinsam Weihnachten. Asylbewerber Kabba kochte mit seinem Team hervorragende Tortillas. Auch selbstgebackenes Brot wurde präsentiert.

Kirchengemeinderäte der Kirchengemeinde bereiteten das Frühstück dankenswerter Weise vor, vieles wurde zu diesem Frühstücksgottesdienst von den rund 40 Gästen selbst mitgebracht. Natürlich durfte Udo Lindenberg und seine gesprochene Weihnachtsgeschichte nicht fehlen. 

Ein kleiner runder Tisch gemeinsam mit miteinanderleben e.V. findet am 21.1.2015 um 12.00 Uhr im Ev. Gemeindehaus Conweiler statt. Interessierte Bürger zum Thema Asyl in Straubenhardt sind herzlich willkommen. Schon jetzt will das Netzwerk Asyl Straubenhardt zum ersten Asylcafé im neuen Jahr am 29.1.2015 unter dem Thema: „Je suis Charlie“ einladen. Angesichts der schrecklichen Ereignisse in Paris ist es wichtig, dass sich die Kulturen begegnen und nicht aus den Augen verlieren. Wir stehen ein gegen Hass und Gewalt, für Frieden, Demokratie und Menschenrechte. Integration tut not, auch wenn der Aufenthaltsstatus noch unsicher ist. Das Asylcafé beginnt um 19.00 Uhr, um 18.00 Uhr findet eine Besprechung der Engagierten statt.

Flüchtlinge in Arbeit

Das Netzwerk Asyl dankt der Evangelischen Kirchengemeinde Conweiler für den Entschluss, Sunny Orhue aus Nigeria und Salomon Peter aus Kamerun, ab dem 15.12.2014 eine gemeinnützige Tätigkeit anzubieten. Beide dürfen nun in einem sogenannten 1 – Euro – Job maximal 100 Stunden im Monat in einem gemeinnützigen Bereich arbeiten. Die 105,- Euro im Monat sind nicht als Lohn zu verstehen (dies wäre wohl sittenwidrig), sondern als Aufwandspauschale. Beiden stehen weiterhin, die Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz in Höhe von 363,- Euro zu. Neben Büro- und Hausmeistertätigkeiten werden die beiden Flüchtlinge auch entsprechend ihren Begabungen eingesetzt, d.h. konkret, dass sich Salomon Peter im pastoralen Bereich engagieren wird (Gebet, Bibelstudium, Impulse im Gottesdienst) und Sunny Orhue im Bereich Kirchenmusik. Je nach Nachfrage können die beiden Flüchtlinge auch ehrenamtlich innerhalb der Gemeinde aushelfen. Dort wo es klemmt, z.B. beim Transport von Einkaufstüten oder unterstützend im Haushalt bei Senioren.
Durch die gemeinnützige Tätigkeit sollen die Beiden aus dem zermürbenden Wartestand im Flüchtlingsheim herausgeholt werden. Neben der Erweiterung der Deutschkenntnisse, dem Kontakt mit Menschen und der Ausübung einer sinnvollen Tätigkeit, soll die gemeinnützige Tätigkeit mithelfen, dem Ziel einer Arbeitsstelle auf dem 1. Arbeitsmarkt näher zu kommen. Diese Maßnahme hilft dem Ziel zur Integration und zur Schaffung einer Willkommenskultur. Zum Neuen Jahr grüßt das Netzwerk Asyl Straubenhardt alle Freunde, Spender/innen und die gesamte Bürgerschaft. Vielen Dank für alle Unterstützung. Helfen Sie mit, dass Straubenhardt seinen weltoffenen, toleranten und liebenswürdigen Charakter bewahrt, auch für die Menschen ohne Heimat. 
Initiativen, Ideen und Mitmacher/innen aus allen Ortsteilen für das Netzwerk sind willkommen. Weitere Informationen und eine Kontonummer für Spenden findet sich unter www.conweiler-evangelisch.de. Ansprechpartner für das Netzwerk Asyl sind Jutta Bürkle-Hautsch (juttabuerkle@gmx.de) und Pfarrer David Gerlach (Tel. 2531).

Kontakt

Sie erreichen uns per E-Mail unter netzwerkasylstraubenhardt@online.de

 
Ansprechpartner für das Netzwerk Asyl Straubenhardt ist Asyldorfhelferin Sieglinde Lüthin.

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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